12. Warum ist Jesus das größte Vorbild der Welt?

Munter wird heruntergebetet: „Jesus war ohne Sünde.“ Und dies, obwohl wir vom Leben Jesu fast nichts mehr wissen.

(Zum Abspielen unten auf den grauen Button mit dem Dreieck klicken.)

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4 Comments »

  1. 1
    Benjamin S. Says:

    Nichts gegen kritische Bibelwissenschaft,

    aber was Sie hier betreiben ist leider in genau der Form von besserwisserischer Arroganz-triefender Intoleranz durchdrungen, die Sie unentwegt jedem gläubigen Menschen vorwerfen. Wenn Sie unter keinen Umständen bereit sind, Ihr Gegenüber ernst zu nehmen, kann eine Diskussion auf Augenhöhe nicht stattfinden. Den großen – gläubigen – Teil der Menschheit einfach nur als dumm und irrational und insofern nicht fähig zu einem Dialog zu verstehen – das ist hier die Konsequenz Ihrer Ausführungen – kann doch kein vernünftiger Ausgangspunkt für gemeinsames Nachdenken und gemeinschaftlichen „geistigen Fortschritt“ sein. Noch einmal: viele Kritikpunkte teile ich, viele logische Ungereimtheiten beim „Glauben“ an was auch immer, sehe ich. Das sind Dinge, die mich zweifeln und überlegen lassen, die mich nachdenklich machen, die ich beachte und eben nicht mit einer schnellen Handbewegung aus meinem Kopf vertreiben kann wie eine lästige Fliege.
    Trotzdem: Bevor ich mich dem aggressiven atheistischen Überlegenheitsdenken des ATHventskalenders anschließe, riskiere ich es lieber mit meiner – in keiner Weise perfekten, aber im Kleinen doch so oft und dank so vieler beeindruckender Menschen gelingenden – Kirche und mit Jesus und dem unverschämten, einzigartigen Gedanken der Nächsten- und sogar Feindesliebe.
    Was übrigens auch wiederum nicht bedeutet, dass ich mir anmaßen würde, ein gelingendes, verantwortliches, wertgetragenes Leben abseits meines Glaubens für auch nur im Ansatz unmöglich zu halten.

    Ich wünsche Ihnen einen ruhigen, besinnlichen Advent und ein gesegnetes Weihnachtsfest – ob und wie auch immer Sie es feiern.

    Ein kritischer Katholik

  2. 2
    Skydaddy Says:

    Lieber Benjamin,

    ich bin etwas verwundert, dass dem ATHventskalender besserwisserische Arroganz vorgworfen wird. Es ist doch gerade der Katechismus der Katholischen Kirche und somit auch der YOUCAT, der besserwisserisch und arrogant daherkommt. Die katholische Kirche beansprucht im wortwörtlichen Sinne, dass sie die Wahrheit gepachtet hat, der Papst ist der Stellvertreter Gottes mit Unfehlbarkeitsanspruch, und aus der Bibel und der Kirchentradition werden die haarsträubendsten „Glaubenswahrheiten“ abgeleitet wie die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel.

    Heinz-Werner Kubitza und letztes Jahr Wolfgang Klosterhalfen zeigen doch nur – in humorvoller Weise – die Schwachpunkte der kirchlichen Lehre auf.

    Ich empfinde das auch nicht als „besserwisserisch“. Wenn die Kirchen – nicht nur die katholische – unwidersprochen den größten Unsinn verbreiten können, ist es doch geradezu eine Pflicht, auf die Unstimmigkeiten hinzuweisen.

    Auch Dir eine schöne Adventszeit.

    • 3
      Benjamin S. Says:

      Ja, lieber Skydaddy,

      leider sind Sie da weniger auf dem Holzweg, als ich es gerne hätte. Meine Kritik an der Kirche, an zum Teil unsinnigen Glaubenswahrheiten und vor allem an einem ignorranten und völlig unverständlichen Festhalten an offensichtlich falschen Vorstellungen (wie z.B. gelebte Homosexualität ist Sünde) geht in vielen Punkten mit Herrn Kubitzas Ansichten konform. Bezogen auf den unfassbar guten Gedanken der Nächsten- und Feindesliebe hat die Kirche allerdings schon ein Stück weit die Wahrheit zwar nicht gepachtet, aber doch sicher auf ihrer Seite. Und zugegebenermaßen bewege ich mich argumentativ auf einer etwas anderen Ebene als Herr Kubitza: Es ging mir auch und vor allem um das, was man als gläubiger und kritischer Katholik vor Ort in der Kirche erleben kann. Dort sind zutiefst gläubige Menschen aus ihrem Glauben heraus in der Lage, enorm viel Gutes zu tun. Rom und die verstockten alten Männer, die vom wirklichen Leben herzlich wenig Ahnung haben, habe ich sozusagen an die Seite geschoben.
      Gestört habe ich mich beim ATHventskalender am Ton. Den empfinde ich nach wie vor als besserwisserisch und arrogant. Humorvoll ja, aber nur wenn man vom Standpunkt eines Atheisten ausgeht und ohnehin nichts anderes möchte, als der katholischen Kirche einen mitgeben. Und immer gleich mit der großen Keule „Indoktrination“ aufzuwarten, der Kirche gar „geistigen Missbrauch“ vorzuwerfen, geht dann doch ziemlich am Thema vorbei – jedenfalls aus meiner vor-Ort-Sicht des Katholizismus. Es ist jedenfalls keine Grundlage für eine sachliche Diskussion.

      Übrigens: Ein großer Fan des Youcat bin ich auch nicht, aber das nur am Rande.

  3. 4

    Ich finde nicht, dass die Youcat-Kritik aggressiv ist. Jedenfalls nicht im Sinne von gewalttätig oder hetzend. Herr Kubitza hat eine dezidiert andere Meinung und trägt diese in gut begründeter Form vor. Zur praktizierten Nächsten- und Feindesliebe der katholischen Kirche s. http://www.reimbibel.de/KG.htm .
    Die Nächstenliebe ist übrigens keine christliche Erfindung. Schon die Sumerer hatten vor 4000 Jahren hochstehende Moralvorstellungen. Ohne Sorge für den Nächsten hätte es kein Überleben gegeben. Und mit der Feindesliebe ist es ja so eine Sache. Jemand, der meine Familie und mich ausrotten möchte, würde ich jedenfalls nicht lieben.


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